http://kirchengemeinde-friedewald.de +++ Liebe Gemeindemitglieder, die Kirchengemeinde wird der Empfehlung der Landeskirche, alle gottesdienstlichen und gemeindlichen Veranstaltungen bis Ende April auszusetzen, folgen.

Wut … Angst … Verrat … am Ende steht das Kreuz - Kreuzewegwanderung am Karfreitag
Um den Weg Jesu ans Kreuz mit allen Facetten und allen Gefühlen nachempfinden zu können, gingen wir auch in diesem Jahr am Karfreitag wieder den Kreuzweg durch unsere Kirchengemeinde und feierten dort vier Andachten. Gestaltet wurden die Andachten von den KonfirmandInnen, die für jede Station ein Standbild erarbeitet hatten, Markus Mehnert an der Orgel und vom Kirchenvorstand. Zu den Gedanken und Assoziationen der Kirchenvorstandsmitglieder zu den einzelnen Elementen Wut, Angst, Verrat und Kreuz entwarf Pfrin Kaiser auch in diesem Jahr wieder Texte und Gedanken, die von biblischen Lesungen und Psalmen umrahmt wurden.
Den Kreuzweg zu gehen, ist jedes Jahr auf's Neue ein Erlebnis. Mit dem Kreuz voran wanderten wir bei strahlendem Sonnenschein, bei dem keine rechte Karfreitagsstimmung aufkommen konnte, von Friedewald über Lautenhausen und Hillartshausen nach Motzfeld. Im Anschluss an die letzte Andacht teilten wir im Saal Bock mitgebrachtes Essen und ließen den Weg noch einmal Revue passieren.

Fotos: Andrea Göbel   Nicole Kaiser   Julia Kaiser

Weltgebetstag Surinam

Unter dem Motto "Gottes Schöpfung ist sehr gut" feierte die Gemeinde am 2. März den diesjährigen Weltgebetstag. Die 8 Frauen und Mädchen der Vorbereitungsgruppe boten der Gemeinde die Gelegenheit, Surinam und seine Bevölkerung näher kennenzulernen. Surinam liegt im Nordosten Südamerikas - zwischen Guyana, Brasilien und Französisch-Guyana-und besteht zu 90% aus vollkommen unberührtem Regenwald, der jedoch stark gefährdet ist. Mit seinen rund 540.000 Einwohnern ist Surinam ein wahrer ethnischer, religiöser und kultureller Schmelztiegel. Das Gottesdienstteam schlüpfte in die Rolle verschiedener Frauen aus Surinam und brachte sowohl die Schönheiten als auch die Probleme - besonders von Frauen und Mädchen - aus Surinam näher. Begleitet wurde der Gottesdienst von Markus Mehnert am Klavier. Im Anschluss an den abwechslungsreichen Gottesdienst lud das Team alle BesucherInnen ins evangelische Gemeindehaus ein, wo sie mit schmackhafter Gemüsesuppe, Brotaufstrich und Kokoskuchen verwöhnt wurden.
Leider konnten in diesem Jahr nicht alle Interessierten wegen einer Buspanne am Weltgebetstag teilnehmen, aber wir hoffen, dass es nächstes Jahr wieder möglich ist, mit allen Dörfern gemeinsam zu feiern.

"Ein bunter Regenbogen ist über's Land gezogen."
Am 24. Februar erklang dieses Lied in der Kirche in Friedewald, um den Kinderbibeltag zum Thema "Arche Noah" einzuläuten. Nachdem Pfarrerin Kaiser die Geschichte von Noah, seiner Familie, der großen Flut und all den Tieren erzählt hatte, die Platz in der Arche gefunden hatten, ging es ins Gemeindehaus.
Dort verbrachten die Kinder einen intensiven Tag, wiederholten die Geschichte und bauten eine eigene Arche Noah aus Holz, indem sie die von Nicole Kaiser vorgesägten Archen bemalten, die Tiere aus Holz mit Schmirgelpapier bearbeiteten und anschließend aufklebten. Wunderschöne Archen sind an diesem Tag entstanden, die hoffentlich noch lange an den Kinderbibeltag erinnern werden

Nach der Sintflut hat Gott Noah versprochen, niemals wieder eine solche Flut über die Erde zu bringen. Als Zeichen für sein Versprechen schenkte er den Menschen den Regenbogen. Auch ein Regenbogen aus Wolle und Papier, der von den Kindern liebevoll zusammen gefädelt wurde, entstand an diesem Tag.

Um noch einmal die vielen Tiere zu verdeutlichen, die Noah mit in die Arche genommen hatte, bastelten die Kinder sich phantasievolle Masken und stellten damit in der Schlussandacht um 16:00 für die Eltern die Geschichte noch einmal dar.

In der letzten Strophe des Liedes heißt es übrigens: "Ein bunter Regenbogen ist übers Land gezogen, damit ihr's alle wisst, dass Gott uns nicht vergisst." Das wünschen wir allen Kindern, die den Kinderbibeltag erlebt haben und auch allen Eltern und Verwandten, die an der Schlussandacht teilgenommen haben: dass sie sich immer daran erinnern: Gott vergisst uns nicht.

 

„Hinter jedem klugen Mann steht eine noch klügere Frau… .“
Mit diesem Satz begann der Vortrag zum Thema „Frauen der Reformation“.  Am  4. November fand sich wieder eine Gruppe von Frauen im Gemeindehaus in Friedewald zusammen, um ein abwechslungsreiches und liebevoll zusammen gestelltes Frühstück zu genießen, miteinander zu reden, sich zu begegnen und einen Vortrag von Pfarrerin Julia Kaiser über drei besondere Frauen der Reformation zu hören: Katharina von Bora, Katharina Zell und Anna Zwingli. Auch wenn diese Frauen an verschiedenen Orten und an der Seite verschieden denkender Männer die Reformation erlebten, verbindet sie doch ihr Mut, ihr Durchhaltevermögen und ihr Glauben auf besondere Weise.

Ein besonderer Dank gilt an alle Helferinnen, die aufgebaut, dekoriert, gekocht und gebacken haben, um diesen schönen Vormittag zu gestalten.

„Um Gottes Willen! Wie siehst du denn aus?“
So begann der Dialog in der Kirche in Friedewald im Buß-und Bettagsgottesdienst.

Stellen Sie sich einen ganz normalen Sonntagvormittag in der Kirche vor: ein Mann und eine ältere Frau sitzen in der Kirche, denken darüber nach, wie viele Menschen wohl heute den Gottesdienst besuchen werden und dann erscheint plötzlich ein junger Mann, den man so ganz und gar nicht im Gottesdienst erwarten würde: Springerstiefel mit roten Schnürsenkeln, die Lederjacke voll bepackt mit Buttons, die Haare hängen ihm wild ins Gesicht…. „Um Gottes Willen! So etwas wie dich kann man doch nicht in ein Gotteshaus lassen! Guck dich doch mal an: Du siehst aus wie eine Litfaßsäule.“ Der Mann im Anzug gerät in Rage und beginnt, den jungen Mann zu beschimpfen und wirft ihm an Ende aus der Kirche. Denn so jemanden kann man ja „um Gottes Willen!“ nicht am Gottesdienst teilnehmen lassen. Aber was ist eigentlich Gottes Wille? Darüber macht sich die ältere Frau Gedanken, die den Mann im Anzug hinterher ins Gebet nimmt. „Wissen Sie eigentlich, wen Sie da gerade hinaus geworfen haben? Das war mein Nachbar. Er hat gestern seinen Freund beim Motorradunfall verloren. Er hat wahrscheinlich etwas Trost gesucht.“

Nachdenklich wurden die GottesdienstbesucherInnen nach der kurzen Szene, die Nikola Bursac für diesen Gottesdienst geschrieben hat, zurück gelassen. Was ist eigentlich Gottes Wille? Eines ist sicher: dass alle Menschen – egal wie sie aussehen, woher sie kommen, was sie denken – Gott finden können, wenn sie ihn suchen. Das ist ganz sicher Gottes Wille.

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